Trüffel suchen & finden

Sommertrueffel-einzeln

Achtung: Suchen und Sammeln verboten!

Im dritten Reich waren die Nazis der Meinung, dass Trüffel nur etwas für Juden sei und die deutsche Volksseele dies nicht bräuchte – warum auch immer. Daher erließen sie ein Gesetz zum Verbot des Suchens und Verwertens von wilden Trüffel. Dieses Gesetz gilt leider bis heute: sie steht unter Naturschutz. Im Ergebnis führte dies dazu, dass es in Deutschland keine Trüffelkultur ähnlich der in Südeuropa, Frankreich oder der Schweiz mehr gibt. Dies war aber vor dem Dritten Reich ganz anders. Das belegen viele Berichte und Aufzeichnungen sowie alte Rezeptsammlungen. Und mancher hat sich wohl auch nach dem zweiten Weltkrieg von den möglichen Strafen nicht abschrecken lassen und diskret gesammelt.

Nun essen die Deutschen heute aber sehr gerne Trüffel und müssen diese teuer bezahlen sowie umständlich importieren. Die Lösung ist eigentlich ganz einfach: Entweder suchen wir bei unseren direkten Nachbarn oder wir leisten uns einen oder mehrere “getrüffelte” Bäume.

 

Hund, Schwein oder doch die eigene Nase?

Als besonders willfährige Trüffelsucher gelten Hunde oder Schweine. Letztere haben neben der Haltung den Nachteil, dass sie die leckeren Knollen gleich verspeisen wollen und nur ein umständliches Maulgeschirr sie davon abhalten kann. Erstere sind wohl die richtige Wahl. Neben ihrem ausgeprägten Geruchssinn zeigen sie kein wirkliches Interesse am kulinarischen Reichtum der Trüffel. Sie lernen jedoch sehr schnell, wie sie Herrchen oder Frauchen mit dem Aufspüren der tollen kleinen Knollen glücklich machen und sofort mit einem Leckerli belohnt werden. Als besonders erfolgreich hat sich die italienische Rasse Lagotto Romagnolo positioniert.

 

Und wie sieht es mit der eigenen Nase aus? Einschlägige Informationen besagen, dass man das Vorhandensein von Trüffel unter bestimmten Bäumen am schlechten Wuchs von Pflanzen um den Baum herum erkennen kann (frz. brûlé für verbrannte Erde). Denn sie entziehen ihrer Umgebung Nährstoffe, die sie dann wohl symbiotisch ihrem Baum zuführen. Eine leichte Erhebung kann sie dann verraten ohne dass man tief buddeln muss. Aber das muss ich erst noch selbst ausprobieren. Alternativ kann man natürlich einen geimpften Baum in den eigenen Garten setzen und nach 5-7 Jahren vorsichtig nach den Trüffel graben.