Es ist wie bei einer Schatzsuche: Der Weg zum Ziel ist meist noch interessanter

Sommertrueffeln

Seit meiner Kindheit gehört das Pilze suchen zu einer meiner liebsten Beschäftigungen. Man ist draußen in der puren Natur und meist abseits der Wege, man befindet sich bei der Suche in einem Flow-ähnlichen Zustand und nichts kann einen wirklich vom Vorhaben abbringen, die Schätze des Waldes zu heben. Wer dann auch noch gerne diese wunderschönen Pilze schmackhaft zubereitet und sie mit Freunden oder den Mitsuchenden beim gemeinsamen Essen teilt, der befindet sich schon ziemlich nahe am paradiesischen Zustand.

Im Frühling startet die Morchelsuche, gefolgt von leckeren Steinpilzen und Pfifferlingen und endet meist erst im späten Herbst. Die Trüffel, speziell die Burgundertrüffel, zieht diesen Reigen über den Jahreswechsel hinaus bis in den Januar – wenn man denn dürfte. Denn leider macht die deutsche Gesetzgebung dies im Moment noch unmöglich. Ein Gesetz aus dem Dritten Reich verbietet die Suche und Verwertung von wilden Trüffeln auf deutschem Boden.

Also weichen wir entweder in die Schweiz oder nach Frankreich aus, oder aber wir legen uns eine eigene Trüffelplantage oder einige mit dem Myzel geimpfte Bäume zu. Was dann nur noch fehlt ist eine entsprechende Spürnase – aber dafür gibt es ja den Trüffelhund oder das Trüffelschwein.