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Morcheln-KuechePilze suchen ist ein echtes Abenteuer und eine schöne Schatzsuche zugleich

Seit meiner Kindheit gehört das Pilze suchen zu einer meiner liebsten Beschäftigungen. Mit der Familie und den Großeltern fing es an. Es hatte auch was vom Leben eines Trappers, denn die Nahrungssuche in Wald und Wiese war wie ein großes Abenteuer. Man ist draußen in der puren Natur und meist abseits der Wege, man befindet sich bei der Suche in einem Flow-ähnlichen Zustand und nichts kann einen wirklich vom Vorhaben abbringen, die Schätze des Waldes zu heben. Wer dann auch noch gerne diese wunderschönen Pilze schmackhaft zubereitet und sie mit Freunden oder den Mitsuchenden beim gemeinsamen Essen teilt, der befindet sich schon ziemlich nahe am paradiesischen Zustand.

 

 

 

Meine Partnerin stand irgendwann auch das erste Mal mit mir im Wald. Vielleicht am Anfang etwas ängstlich, denn sie hatte ja auch von diesen vielen giftigen Pilzen gehört und traute sich kaum sie anzufassen. Doch nach der ersten erfolgreichen Suche war klar: das ist unser gemeinsames Lieblingshobby. Heute ist sie eine echte Spürnase und lässt nicht locker bis der Korb voll ist – manchmal verlieren wir uns gar im Flow und müssen uns im Wald erst wieder finden.

Lange Jahre waren wir vergeblich auf der Suche nach Morcheln und ich schon fast am Verzweifeln. Doch vor drei Jahren wurden wir das erste Mal fündig und wissen nun, wann wir wo suchen müssen. Jetzt fehlt uns eigentlich nur noch die wilde Trüffel in unserer Sammlung.

Pilze sammeln könnte man eigenlich das ganze Jahr durch. Der Frühling startet mit den Morcheln, gefolgt von leckeren Steinpilzen und Pfifferlingen und endet meist erst im späten Herbst. Die Trüffel, speziell die Burgundertrüffel, würde diesen Reigen bis über den Jahreswechsel hinaus in den Januar verlängern – wenn wir denn dürften.

 

Morcheln Nina      Morcheln Wiese      Bernhard Steinpilz

 

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Reaktivierung der Trüffelkultur in Deutschland zu unterstützen. Quasi im Selbstversuch werden wir eine Trüffelplantage anlegen, 4-5 Jahre geduldig warten, uns einen Trüffelhund zulegen, mit ihm fleißig trainieren und darauf hoffen, dass das völlig überflüssige Artenschutzgesetz der Trüffel in den nächsten Jahren gekippt wird.